Großer Lesewettbewerb an der Grundschule Fridolfing
Die besten Leser aus den 2. bis 4. Klassen stellten sich einer kompetenten Jury
Fridolfng (ae). Bei den beiden 1. Klassen trugen jeweils 12 Kinder Mitschülern aus der 4. Klasse und den Leseomas ein Kinderbuch vor. Zur Steigerung der Leseleistung durften die Schüler der 2. bis 4. Klassen der Grundschule Fridolfing zwischen Ostern und Pfingsten in den einzelnen Klassen ihr Lieblingsbuch vorstellen. Nach einigen Sätzen über den Autor sollten die Schüler den Inhalt und die darin vorkommenden Hauptpersonen kurz beschreiben. Anschließend sollte eine besonders lustige oder spannende Stelle der Klasse vorgelesen werden. Die drei besten Leser jeder Klasse qualifizierten sich zur Teilnahme am Lesewettbewerb, der kürzlich an der VS Salzachtal stattfand.
Die unabhängige Jury für die 2. Jahrgangsstufe bestand aus Frau Günther, Frau Kraller und Dominik Otter , für die 3. Jahrgangsstufe aus Frau Esterbauer, Herrn Alte und Lucas Krautenbacher und für die 4. Klasse aus Frau Fuchs, Frau Krautenbacher und Markus Maier.
Mit 1 bis 4 Punkten wurden beim vorbereiteten Text von jedem einzelnen Jurymitglied bewertet: 1. Das Vorstellen des Buches (Autor, Inhalt, Hauptpersonen, Hinführung zur vorgelesenen Textstelle), 2. Die Flüssigkeit des Vortrages (Vortrag fließend?, stockend? , 3. die Artikulation (Deutlichkeit Wortgenauigkeit, Lautstärke) und 4. der sprachliche Ausdruck (Satzzeichen, Betonung, lebendiger, natürlicher Textvortrag). Um einen kleinen Eindruck von der Bandbreite der gelesenen Werke zu vermitteln, seien einige Autoren und derenTitel genannt: Ottfried Preußler (Die kleine Hexe), Sabine Ludwig (Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft) , Astrid Lindgren (Pippi Langstrumpf), Astrid Lindgren (Ronja Räubertochter).
Nach einer kurzen Pause folgte der 2. Teil des Vorlesewettbewerbes. Hier sollten die Schüler einen unbekannten Text aus einem altersgemäßen Kinderbuch vorlesen. Ausgewählt wurde u.a. Michaels Ende „Zauberschule im Wünschelreich“. Die Textstellen waren markiert und das Vorlesen dauert ca. 2 Minuten pro Teilnehmer. Anschließend trafen sich die Jurymitglieder zur Beratung und Festlegung der drei Sieger der jeweiligen Jahrgangsstufe.
In der Aula fand dann die mit großer Spannung erwartete Siegerehrung statt. In ihrem Grußwort stellte 3. Bürgermeisterin Monika Fuchs, stellvertretend für das Gemeindeoberhaupt die Wichtigkeit des Lesens heraus und zeigte sich sehr erfreut über die vielfältigen Bemühungen, die Sprache zu pflegen und das Projekt Deutsch an der Schule voranzubringen.
Rektorin Siglbauer dankte der Jury und den Lehrkräften, insbesondere Elisabeth Zahnbrecher, die mit der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbes beschäftigt waren. Auch lobte sie das Engagement der Lesepaten, die das Jahr über wertvolle Hilfestellung geleistet hätten. Dann sprach sie die sehr knappen Entscheidungen des Lesewettbewerbes an, die auf ein beachtliches Niveau hindeuteten. Sie beglückwünschte die Sieger und hatte für die Platzierten ein Wort des Trostes, aber auch der Anerkennung über, weil sie über die klasseninterne Ausscheidung zur Finalrunde gekommen waren. Viel Applaus ernteten die jungen Musikanten der Bläserklasse unter der Leitung von Franz Thaller, die die Siegerehrung mit Kostproben des in einem Jahr Gelernten umrahmten.
Bei den 2. Klassen kamen Julian Alte, Anna Zehentner und Philipp Radusch auf die Plätze 1, 2 und 3. Bei den 3. Klassen siegt Alina Bajraktari vor Andreas Dieplinger und Victoria Götte, während Anja Fritsch, Anna Karau, Pauline Zeif und Hanna Valerius die Podestplätze der 4. Klassen errangen Für alle gab es schöne Urkunden und Buchpreise, die aus einem Preisgeld beschafft wurden, das anlässlich des Sieges im Eu-Regio- Schulwettbewerb 2006 von der Schule gewonnen worden war.
Nachdem bei den knapp Geschlagenen die erste Enttäuschung verflogen war, gab es nur strahlende Gesichter: bei der gestrengen Jury, bei den erfolgreichen Lesern, bei den knapp Unterlegenen, bei den fleißigen Helfern, bei den Lehrkräften und der
Schulleitung. Übereinstimmend wurde festgestellt: „Bei solch hervorragenden Lesern braucht einem um die Zukunft des Buches nicht bange zu sein!“
