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Die Volksschule Salzachtal stellt sich vor

Dienstag, 25.11.2008:

So groß war der Andrang, dass die Aula der Schule zu klein wurde. Kurzfristig musste die neue Turnhalle bestuhlt werden - viel Arbeit für den Hausmeister, Herrn Freitsmiedl.

Frau Siglbauer, begrüßte die zahlreichen Gäste und gab ihrer Freude über das große Interesse an der Schule Ausdruck. Sie erklärte, dass die Hauptschule Salzachtal eine weiterführende Schule sei, an der drei Abschlüsse zu erreichen sind:

  • Hauptschulabschluss,
  • Qualifizierender Hauptschulabschluss und  
  • Mittlerer Bildungsabschluss, die Mittlere Reife.

Über die verschiedenen Möglichkeiten referierten die Lehrer in 7 Kurzreferaten.

Frau Meier von der Berufsschule Freilassing stellte fest, dass von der Hauptschule in Bayern aus - bei entsprechendem Einsatz - der Weg auch nach ganz oben über den beruflichen Bereich und das Studium möglich sei.
Sie stellte das Projekt "Berufsschule Plus" vor, in dem Berufsausbildung und höhere Allgemeinbildung parallel verlaufen. und nannte drei Vorteile des Projekts:

  • die Alternative zu Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS),
  • die Doppelqualifizierung mit Ausbildungsvergütung plus Fachhochschulreife in nur drei Jahren,
  • der direkte Erwerb der Studienberechtigung.

Aufnahmevoraussetzungen für ihre Schule sind die Mittlere Reife mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik und die Erlaubnis zum Übertritt in die 11. Klasse des Gymnasiums ("Oberstufenreife").

Unterrichtszeiten sind: Donnerstag abends, Freitag nachmittags und Samstag vormittags.
    
Herr Duchek erläuterte die Wege zum Mittleren Bildungsabschluss. Als wichtige Vor-aussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss nannte er:

  • ausdauerndes, zielstrebiges Lern- und Arbeitsverhalten,
  • ein hohes Maß an Eigenverantwortung,
  • Selbstständigkeit,
  • flottes und sauberes Arbeiten.

Auch Quereinsteiger können in späteren Jahren dazukommen.

Die Vorteile, den Mittleren Bildungsabschluss an der VS Salzachtal zu erreichen, liegen in der Wohnortnähe, in der Möglichkeit der einfachen Rückkehr in die Regelklasse - eventuell -  sowie im Klasslehrerprinzip.
    

Über die Fächer GTB (Gewerblich-technischer Bereich, früher Werken) und KTB (Kaufmännisch-bürotechnischer Bereich, früher Maschinenschreiben) informierte Herr Vilsmeier. GTB soll die Begeisterung für Technik fördern. Die Materialien, mit denen gearbeitet wird, sind Holz, Metall und Kunststoff. Das Fach KTB umfasst neben dem 10-Finger-Tastschreiben Textverarbeitung, Textgestaltung, Integrieren von Bildern, Grafiken und Dia-grammen, Tabellenkalkulation und  informationstechnische Grundlagen.
    

Den Fachbereich HSB (Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich, früher Hauswirtschaft) stellte Frau Kunz vor. Neben der Praxis, dem Kochen, wird auch die Theorie immer wichtiger z.B. Ernährungskunde, Fast Food, Gesundheitserziehung.
Auch theoretische und praktische Kenntnisse in der Textverarbeitung und Textgestaltung werden in der Abschlussprüfung verlangt.
    

Seit Jahren pflegt Fridolfing Schulpartnerschaften. Frau Merkl berichtete über den Schüleraustausch mit Finnland. Jedes Jahr besuchen sich Schülerinnen und Schüler aus bei-den Ländern mit ihren Lehrern - ein eindrucksvolles Erlebnis. Den zweiten Schüleraustausch hat Frau Siglbauer initiiert. Er führt jedes Jahr für eine Woche zu einem Sprachkurs nach Broadstairs in England. Dabei werden auch verschiedene Ausflüge unternommen, u. a. eine Fahrt nach London.
    

Konrektor Stehböck erläuterte die Vorbereitung der  Schüler auf die Zeit nach der Schule. Seit 2 Jahren unterstützt ein Sozialpädagoge die Beratung, um die Berufsfindung erzu leichtern. In einem speziellen Bewerbungstraining wird mit Gespräch und Video-Unterstützung geübt. Zur vertieften Berufsorientierung stehen die 7ten und 8ten Klassen mit dem BFZ in Traunstein in Kontakt.
    

Über das jüngste Projekt an der VS Salzachtal referierten Herr Ongyerth und Herr Kunz. Im NFTE-Kurs (sprich: "Nifti", Network for Teaching Entrepreneurship) sollen indivi-duelle Begabungen, Talente und Interessen entdeckt werden. Die Schüler sollen eine eigene Idee entwickeln, die in die Gründung eines kleinen Unternehmens münden kann. Dabei wird in einer kleinen Gruppe u. a. besonderer Wert auf Eigeninitiative, gute Umgangsformen und Teamfähigkeit gelegt, Erfahrungen in einem Markt werden gesammelt, ein Businessplan wird erstellt. Ziel ist nicht der Kapitalist und der maximale Gewinn, sondern die Entwicklung der Persönlichkeit und der für sich und andere Verantwortung tragende Mensch.
    

Zum Abschluss betonte Frau Siglbauer, alle an der Erziehung Beteiligten müssten un-sere Schüler ermutigen. Die Durchlässigkeit in den Schulzweigen ist gegeben. Man dürfe ein Kind nicht in eine Schule drängen, in der es nur unter Stress stehe, sich übernehme und unter dieser Situation leide. "Ein glückliches Kind muss unser Ziel sein."

Sie lud die Eltern ein, die Sprechstunden der Lehrkräfte zu nutzen. Der Beifall am Schluss zeigte, dass die Informationen gut und wichtig waren und machte Mut, mit Eltern, Schülerinnen und Schülern die Volksschule Salzachtal weiter zu entwickeln.

Alfred Kunz